
Tja, da an Silvester ganz Brasilien auf die Idee kommt an den Strand zu fahren, schiessen die Preise fuer Uebernachtungen extrem in die Hoehe, weswegen wir dann aus finanztechnischen Gruenden beschlossen haben zu zelten. Da Morro de São Paulo auf einer Insel liegt, sind wir mit dem Schiff gefahren, wo wir eine Truppe mit netten brasilianischen Jungs aus Salvador kennen gelernt haben, die nebenbei auch noch tolle Musik machten.

Zusammen machten wir uns dann auf die Suche nach einem Campingplatz, der leider nicht ganz so sauber war und auch nicht ganz so schattig, weswegen die Nacht im Normalfall spaetestens um halb8 vorbei war...nur fuer die Manu nicht (normalerweise Fruehaufsteherin und Anne und mich regelmaessig aus den Federn geworfen hat), die bei der Hitze schlief wie eine Tote.
Schnell stellte sich raus, dass in Morro MALLEALARM angesagt war, vor allem an dem Strand wo unser Camping lag und vor allem auf unserem Camping!!!

Am 31. sind wir mit dem Schiff in den naechsten Ort gefahren um zu einem Lehmbad am Meer zu laufen, wo wir uns dann mit dem bunten Schlamm eingeschmiert haben, was eine babyweiche Haut gemacht hat. Zurueck nach Morro haben wir einen Spaziergang gemacht und sind mal wieder von der Flut ueberrascht worden...

Auf dem Camping angekommen, haben wir uns in weisse Klamotten geschmissen und sind mit den Jungs zum Essen gegangen. Um 8h haben wir natuerlich mit Deutschland angestossen!!! Nach dem Essen sind wir an den Strand, wo ca. 1000 andere Leute in weiss waren und wie wir auf das neue Jahr warteten. Um 12 gabs ein gigantisches Feuerwerk ueber dem Meer...FELIZ ANO NOVO!!!! Und um alle brasilianischen Braeuche mitzumachen, sind wir ueber 7 Wellen gehuepft und haben Rosen ins Meer geworfen, weil das anscheinend Glueck bringt, da sich die Meeresgoettin an Neujahr nah am Ufer aufhaelt.

Nach diesem ganzen Prozedere sind wir dann in so nen Strandclub und haben bis morgens um 6 getanzt...
Da sich es nicht wirklich gelohnt haette nochmal richtig schlafen zu gehen (im Zelt wirds ja schnell heiss), haben wir beschlossen nach Salvador aufzubrechen.

Allerdings haben wir uns das einfacher vorgestellt...wir mussten naemlich auf das Schiff nach Salvador kommen und diese Idee hatten an diesem Morgen nicht nur wir, was zur Folge hatte, dass wir erst um halb11 abends, also nach mehr als 10 Stunden Wartezeit, endlich auf unser Schiff konnten. Und das am 1. Jan mit nem Mortzkater und keiner Stunde Schlaf.