Fantarda (21.9.06)

Das Fest der Feste...Fantarada! Setzt sich zusammen aus Fantasia und tarada (= triebhaft). Bei uns wuerde man sagen: Verkleidungsparty! Allerdings nehmen die Leute hier das ernster als sie das bei uns tun wuerden...man geht hier in einen Kostuemverleih um sich eine Fantasia zu holen.

Eigentlich ging das ganze schon eine Woche vorher los...naemlich mit der Werbung! Jeder von uns bekam ein fliederfarenes T-Shirt mit der unverkennbaren Fantarada-Frau in Neonfarben vorn drauf (sehr huebsch...vor allem die Jungs waren begeistert von der Farbenauswahl).
Und als ob diese wunderschoenen T=Shirts noch nicht genug waeren, wurden auch noch Peruecken, Hula-Hula-Kostueme, Darth-Vader-Masken und diverse andere Acessoires verteilt. Und dann ging`s ans Flyer verteilen...vor der Mensa. Abends wurde dann aus der Party-Hochburg URSA ein Besinnungsort, an dem sich jeder mit Farben auf einem Plakat austoben konnte. 
Am 21. war es dann endlich so weit: Franzi alias das Bienchen (abelinha), Steffi als Kiddo von Kill Bill, Barthel unser Superman und als christlichen Beistand hatten wir Pater Daniel an unserer Seite, als wir uns ins Getuemmel aus Superhelden, Schulmaedchen, Feen und Partyboys stuerzten. Zuerst zur Bar, wo es Limetten in Zimtzucker mit Cachaca zum aufwaermen gab...dann ein eiskaltes Bier oder zwei...schlechter Elekto oder doch lieber Forro?...und schon war es fast hell.
Zu Forro: 1. total billig, 2. Ersatz fuers Vorspiel, 3. an die Maenner in Deutschland: nehmt euch ein Beispiel...hier steht Paartanz noch ganz oben auf der Liste!
Um halb7 kam irgendjemand auf die grandiose Idee den Wasserschlauch anzuschliessen und den uebriggebliebenen Partygaesten eine Abkuehlung zu verpassen und die gesamte URSA unter Wasser zu setzen! Die Jungs bekamen ihren Gelada in den Kuehltruhen fuers Bier und Deckel zu, das blieb uns Maedels Gott sei Dank erspart! Kalt wars trotzdem!!!Um 8 sind wir Maedels dann tropfnass und immer noch kostuemiert auf dem Weg nach Hause hungergeplagt und ohne Geld in die Baeckerei und haben uns 2 Broetchen geschnorrt. Muss ein lustiger Anblick fuer die anderen Kunden gewesen sein, die gerade ihr Fruehstueck kauften.
Nachdem wir alle ausgeschlafen und uns wieder einigermassen regeneriert hatten, kam das boese Erwachen: Barthels Laptop (mit allen unseren Fotots), seine externe Festplatte, Geld und diverse andere Dinge wurden waehrend der Party geklaut. Damit fing sie an: die depressao depois ballada (Depression nach der Party)...der bisherige Tiefpunkt unseres Brasilienaufenthalts! Mit den Folgen haben wir immer noch zu kaempfen, sei es der finanzielle Verlust, der Muehe mit dem Wiederherstellen der Bilder oder der Reduzierung an Lebensqualitaet wegen des Abhandenkommens der Filme und der Musik (vor allem deutscher Musik)! Aber wir geben nicht auf...die Hoffnung stirbt zuletzt!

0 Comments:
Post a Comment
<< Home