An- und Unterkünfte (13.8. - ????):
Hallo an alle daheim-gebliebenen, bemitleidenswerten, vom-Wetter-geplagten Freunde und Freundinnen, Bekannte und Bekanntinnen, Eltern und noch Ältere, Geschwister und Gebrüder, sowie an alle die schon mal von uns gehört haben!
An- und Unterkünfte (13.8. - ????):
Nach ca. 28 Stunden Autofahrt, Flug und Busfahrt kamen wir endlich in unserer ersten Unterkunft an, der Republica Ursa Maior (Großer Bär).
Steffi und Franzi (XIK [Schika]) sind am zweiten Tag in eine Frauen-WG 5 Minuten entfernt von hier gezogen, in der noch 3 Brasilianerinnen und ein Brasilianer und Jimmy, der liebenswerte WG-Hund, der sein Geschäft äusserst gern im Hof erledigt, wohnen. Im Gegensatz zu den Jungs, haben die Mädels einen Schrank und ein eigenes Bad und normale Betten und einen Ventilator und vor allem eine Tür!(Was für ein Luxus!)
Die Ursa ist für Daniel, Jens und Barthel und eigentlich für uns alle zu unserer neuen Heimat geworden, da wir hier die meiste Zeit verbringen und die URSAner uns gleich herzlich aufgenommen haben. Da Jens schon 4 Wochen länger da ist, hat er sich in ein Zimmer mit einem Brasilianer und Möbeln einquartiert. Daniel und Barthel hausen momentan noch auf Matratzen in einem unmöblierten und türlosen Raum.
Zur URSA, die am Campus als Party-WG bekannt und berüchtigt ist, gehören 6 Brasilianer (ehemals 7, aber einer musste aufgrund überschwänglichen Drogen-Konsums auf Befehl seines Vaters die WG wechseln), wir 3 Deutschen und 2 WG-Hunde, Tumor ein durchgeknallter Boxer, der den Tag damit verbringt Schatten an Wänden und auf Böden zu fangen und Zumbi, ein schwuler Irgendwas, der nicht nur sich selbst die Eier leckt und stark an Knecht Ruprecht der Familie Simpson erinnert.
„Sauber“ gehalten wird die Ursa von einer Haushaltshilfe, Luciana, die neben Putz- auch grandiose Kochqualitäten aufweist, und von Montag bis Freitag fürs warme Abendessen sorgt.
Hat man mal früher oder später Hunger, greift man hier zum Hörer und bestellt sich ’nen X-Burger (die sind soooo lecker) mit allem drauf, dazu 2 Bier (0,66l) und evtl. ’ne Schachtel Kippen für nen Mitbewohner per Lieferservice für 4 Euro nach Hause. Funktioniert rund um die Uhr und auch mit Schaaaa naaa naaa naps, falls beim hier geläufigen Trinkspiel „Moedinha“, alias „Little Coin“, alias „Quartern“, alias „Ne-Münze-per-Aufsetzer-in-ein-Glas-werfen-und-andere-trinken-lassen“ das Spielgetränk ausgeht.
Moedinha wird allerdings nicht immer gespielt. Nur, wenn gerade nirgends eine Fete im Gange ist (also ca. 2 Mal die Woche).
Auf die einzelnen Bewohner hier werden wir wohl erst im Laufe der Zeit eingehen, da jeder hier für sich seinen eigenen kleinen Bericht verdient.

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