MojoBrasilien

Urlaubssemester Brasilien

Thursday, January 18, 2007

Franzi, Manu, Anne und Philipp auf Reisen - Salvador (1.1.-6.1.)

Da sich unser Hostel mitten im historischen Zentrum von Salvador befand, war unser erster Tag ein gemuetlicher Streifzug durch diese unglaubliche Stadt, wo an jeder Ecke das Leben pulsiert. Gegen Abend ging dann der Trubel los und die Gassen fuellten sich mit trommelnden und tanzenden Gruppen. Die Staende, an denen man sich leckere Caipifrutas holen kann, eroeffneten und die fliegenden Haendler, die alle moeglichen suessen Sachen aus Kokos und Schoko verkaufen, fuellten die Plaetze.
In Salvador war dann auch Souvenir-Shopping angesagt, weswegen wir viel Zeit auf den Maerkten der Stadt zubrachten. Manu und ich haben uns ein Capoeira-typisches Instrument - eine Berimbau - gekauft, mit deren Klang uns Manu jeden Abend im Hostel beglueckte.













Auch die Jungs, die wir in Morro kennengelernt haben, besuchten uns und zeigten uns ihr Salvador und somit Plaetze, die wir allein bestimmt nicht beachtet haetten. Zum Beispiel einen Leuchtturm bei Sonnenuntergang und einen kleinen Platz an der Hafenmauer, wo Phillip und ich dann spontan ins Wasser gehuepft sind...leider war die Hafenmauer etwas klitischig und somit auch beschwerlich da wieder hoch zu klettern.
Auf jeden Fall steht Salvador ab sofort ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsreisestaedte.

Am 6.1. hiess es dann wieder Koffer packen. Aber bervors richtig losging, haben wir noch einen Abstecher nach Praia do Forte (60 km von Salvador) zur Schilkroetenstation Tamar gemacht, die sich um die Brut und Aufzucht von Jungschildkroeten kuemmert.

Tuesday, January 16, 2007

Franzi, Manu, Anne und Philipp auf Reisen - Morro de São Paulo (28.12.-1.1.)






Tja, da an Silvester ganz Brasilien auf die Idee kommt an den Strand zu fahren, schiessen die Preise fuer Uebernachtungen extrem in die Hoehe, weswegen wir dann aus finanztechnischen Gruenden beschlossen haben zu zelten. Da Morro de São Paulo auf einer Insel liegt, sind wir mit dem Schiff gefahren, wo wir eine Truppe mit netten brasilianischen Jungs aus Salvador kennen gelernt haben, die nebenbei auch noch tolle Musik machten. Zusammen machten wir uns dann auf die Suche nach einem Campingplatz, der leider nicht ganz so sauber war und auch nicht ganz so schattig, weswegen die Nacht im Normalfall spaetestens um halb8 vorbei war...nur fuer die Manu nicht (normalerweise Fruehaufsteherin und Anne und mich regelmaessig aus den Federn geworfen hat), die bei der Hitze schlief wie eine Tote.
Schnell stellte sich raus, dass in Morro MALLEALARM angesagt war, vor allem an dem Strand wo unser Camping lag und vor allem auf unserem Camping!!!

Am 31. sind wir mit dem Schiff in den naechsten Ort gefahren um zu einem Lehmbad am Meer zu laufen, wo wir uns dann mit dem bunten Schlamm eingeschmiert haben, was eine babyweiche Haut gemacht hat. Zurueck nach Morro haben wir einen Spaziergang gemacht und sind mal wieder von der Flut ueberrascht worden...


Auf dem Camping angekommen, haben wir uns in weisse Klamotten geschmissen und sind mit den Jungs zum Essen gegangen. Um 8h haben wir natuerlich mit Deutschland angestossen!!! Nach dem Essen sind wir an den Strand, wo ca. 1000 andere Leute in weiss waren und wie wir auf das neue Jahr warteten. Um 12 gabs ein gigantisches Feuerwerk ueber dem Meer...FELIZ ANO NOVO!!!! Und um alle brasilianischen Braeuche mitzumachen, sind wir ueber 7 Wellen gehuepft und haben Rosen ins Meer geworfen, weil das anscheinend Glueck bringt, da sich die Meeresgoettin an Neujahr nah am Ufer aufhaelt.
Nach diesem ganzen Prozedere sind wir dann in so nen Strandclub und haben bis morgens um 6 getanzt...
Da sich es nicht wirklich gelohnt haette nochmal richtig schlafen zu gehen (im Zelt wirds ja schnell heiss), haben wir beschlossen nach Salvador aufzubrechen. Allerdings haben wir uns das einfacher vorgestellt...wir mussten naemlich auf das Schiff nach Salvador kommen und diese Idee hatten an diesem Morgen nicht nur wir, was zur Folge hatte, dass wir erst um halb11 abends, also nach mehr als 10 Stunden Wartezeit, endlich auf unser Schiff konnten. Und das am 1. Jan mit nem Mortzkater und keiner Stunde Schlaf.

Franzi, Manu, Anne und Philipp auf Reisen - Itacaré (22.12.-28.12.)















In Itacaré gibt es wohl dei bekanntesten Surferstraende Brasiliens...was mein Herz allerdings nicht ganz so hoch schlagen liess, wie die von Anne, Manu und Philipp. Dort haben wir auch noch andere Leute aus Flori getroffen, mit denen wir auch zusammen Weihnachten feierten.
An Heilig Abend haben wir am Strand einen Weihnachtsbaum aus Sand gebaut und ihn mit Kokosnuessen und Algen geschmueckt. Abends waren wir dann alle gemeinesam beim essen...lecker Fisch...und sind dann zurueck ins Hostel, wo es fuer die franzoesisch-italienische Truppe aus Flori Geschenke gab (die haben gewichtelt) und wir anderen uns die Zeit mit Weihnachtslieder singen vertieben haben. Nach dem europaeischen Teil von Weihnachten, sind wir dann zum brasilianischen uebergegangen und mit unseren Einkaeufen, die aus jede Menge Cachaça, Vodka, Saeften, Kuchen, Keksen und Fruechten bestanden, an den Strand zu unserem Riesen-Weihnachtspicknick losgezogen. Am Lagerfeuer unter Kokospalmen sassen wir bis zum Sonnenaufgang...das war unser Weihnachten in Brasilien! Halt ganz anders als zu Hause.
Ansonsten verbrachten wir die Tage am Strand oder auf dem Surfbrett im Meer...abends waren wir meistens in einer Bar namens Favela-CoffeeShop, wo es superleckere Caipifrutas gab mit Fruechten, die es bei uns nicht mal gibt...das werd auf jeden Fall vermissen.

Saturday, January 13, 2007

Franzi, Manu und Anne auf Reisen - Trancoso (19.12.-22.12.)

Ein bisschen suedlicher von Porto Seguro (fuer diejenigen, die auf uns auf der Karte verfolgen wollen) liegt dieses suesse kleine Kuenstler - Hippie - Doerfchen.





Unsere Unterkunft liess leider sehr zu wuenschen uebrig, dafuer war sie billig. Gleich bei der Ankunft hatten wir die ersten Jungs an der Backe kleben, was sich den ganzen Aufenthalt auch leider nicht geaendert hat. Um so noerdlicher man kommt , wirds halt auch immer schwaerzer und wir Blondies somit auch immer auffaelliger. Tagsueber war Strand angesagt (immer in Begleitung unserer "Freunde") und abends Forro. Leider ist fuer brasilanische Maenner tanzen und knutschen ein und die selbe Sache und deswegen ist das auch eher eine anstrengende Angelegenheit! Weil wir dann doch alle etwas angenervt waren, sind wir dann irgendwann mal gefluechtet und zwar sind wir 2h den Strand entlanggelaufen, bis wir endlich mal alleine waren. Auf dem Rueckweg hat uns leider die Flut ueberrascht, so dass wir mit Taschen ueberm Kopf durchs Wasser nach Hause waten mussten. Trancoso war fuer mich einer der schoensten Stationen unserer bisherigen Reise.


Auf der Weiterreise haben wir noch einen Zwischenstopp im Porto Seguro eingelegt, wo wir zusammen mit einem Deutschen namens Philipp, dem wir schon in Trancoso am Strand begegnet sind und der uns die naechsten Wochen begleiten wird, durch die Stadt gezogen sind.

Franzi und Manu auf Reisen - Rio (16.12.-18.12.)

Abends sind wir in Rio in unserer HospiditalityClub-Unterkunft (Hospiditality: Vereinigung im Internet, bei der gastfreundliche Leute Platz zum Schlafen fuer Reisende anbieten koennen) angekommen...am Fusse einer Favela (Armutsviertel) direkt an der Copacabana. Schoene Wohnung, sehr netter Typ...alles ganz toll! Am naechsten Morgen sind wir dann gleich los zum Corcovado/Christus und da wir dann danach kein Geld mehr, sind wir halt zur Bank, wo die Manu leider ihre Geldkarte in den Schlitz zwischen dem Monitor und dem Geldautomatengehaeuse fallen lassen hat. Und da Sonntag war, war eben kein Bankangestellter da, der uns haette helfen koennen. Folge war, dass wir 2 Maedels ohne Geld mitten in Rio standen. Also zurueck zur Wohnung, wo leider keiner war und wir hatten auch keinen Schluessel. Naja auch nicht so schlimm, die Copacabana ist ja vor der Tuer und es ist ja erst 4 Uhr mittags. Um halb8 sind wir dann mal zurueck (wurde auch langsam dunkel und wir hatten Hunger), aber immer noch niemand da. Gott sei Dank hatte das Nachbarhaus einen sehr lieben Nachtportier, der uns irgendwann 10 R$ geliehen hat, damit wir wenigstens was essen gehen konnten. Wieder zurueck...immer noch niemand da. Da wir ja unterhalb von ner Favela auf der Strasse sassen, war uns da schon mulmig, als Autos mit schwarzen Jungs und ganz vielen Maschinengewehren an uns vorbeifuhren. Um 10 ist dann endlich jemand gekommen...
Am naechsten Morgen sind wir erstmal Manus Karte abholen gegangen. Danach sind wir mit dem Bus in die groesste Favela Suedamerikas gefahren...war schon mal interessant zu sehen. Um 1 sind wir zur Rodoviaria gefahren um die Anne (Freundin von Manu aus Flori) abzuholen, mit der wir dann noch einen Bummel durchs Zentrum und zur Selarontreppe gemacht haben. Danach gings dann schon wieder zurueck zur Wohnung und los zur naechsten Station - Trancoso.

Steffi, Franzi und Manu auf Reisen - Ilha Grande (13.12.-16.12.)

Fuer alle, die die Manu nicht kennen: sie ist eine meiner besten Freundinnen noch von der Schule und hat zufaellig genau zur gleichen Zeit ein Stipendium in Brasilien bekommen wie ich, allerdings in einer anderen Stadt...in Florianopolis, das ist ne Insel mit ganz vielen schoenen Straenden, wo man surfen kann...Neid!!! Naja, und deswegen waren wir zusammen unterwegs.

Nachdem wir uns mit der Manu in São Paulo getroffen haben, war erstmal noch ne Busfahrt von 7 Stunden angesagt (mittlerweile sitzen wir das mit der linken Arschbacke ab) und eine Bootsfahrt von 2 Stunden, bevor wir im Paradies landeten. Schon auf dem Boot lernten wir einen Insel-Ureinwohner, namens Serrão kennen, der uns gleich am ersten Nachmittag zum tauchen eingeladen hat. Tja und da wir alle noch nie tauchen waren, war das ein ziemlich lustiges Unterfangen...ich hab gleich mal unterwegs ne Flosse verloren und hab staendig den falschen Schlauch benutzt, so dass die halbe Luft nicht in meine Lungen sondern ins Meer stoemte. Aber es war schoen!!! Da wir ja tauchen waren und es auch recht wolkig vormittags war, dachten wir...hm, Sonnencreme brauchen wir nicht. Tja, Folge war: uebelste Sonnenbraende mit Brandblasen, wo eine Woche spaeter die Schaelung einsetzte...erst im neuen Jahr waren wir wieder gleichfarbig. Nach dem Tauchen sind wir dann noch mit unserem Privatguide zu einem Wasserfall und zu tollen Aussichtspunkten spaziert, die wir allein mit Sicherheit nicht gefunden haetten.

Tag2 : Da auf der Insel jeglicher Autoverkehr verboten ist, gibt es nur 2 Moeglichkeiten...zu Fuss oder per Boot. Wir haben uns erstmal fuer Boot entschieden und haben so eine Touritour mitgemacht, bei der man zu allen moeglichen Straenden und Lagunen gefahren wird und schnorcheln kann...und welch Ueberraschung Serrão war auch an Bord. War ein superschoener Tag, aber das Beste war das Mittagessen...leckerer Fisch und das mit den Fuessen im Sand...und dank Serrão haben wir mit der Crew gegessen und deswegen nichts bezahlt. Der kroenende Abschluss des Tages war, dass Serrão uns im Hostel ein Inseltypisches gericht gekocht hat...Fisch mit Paprika und Kuerbis....lecker, lecker!

Am naechsten Tag sind wir frueh aufgestanden um zu einem einsamen Strand zu wandern. Nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" sind wir 3h bei 35Grad durch den Wald ueber Wurzeln und an herrlichen Straenden vorbei gelaufen, bis wir dann endlich aus unseren Schuhen raus und ins Meer huepfen konnten. Am Abend gings dann mit dem Schiff zurueck aufs Festland und dann nach Rio, wo wir Steffi verabschiedet haben, weil sie ja unbedingt nach Schweden will ;) Viel Glueck in Schweden, Steffi!!!!!!